Netzwerk Robin Blood      und

Die Opfer des Blutskandals leben noch

 

Wie unzählige Hämophile (Bluter) wurde auch Andreas Bemeleit - ein guter Freund von mir - mit Blutprodukten behandelt, die mit HI- sowie mit Hepatitis-C-Viren verseucht waren.

 

Auch als Kontrollen und Abtötung der Keime technisch möglich war, wurde dies aus ökonomischen Aspekten jahrelang unterlassen. Die Infizierung tausender Menschen wurde als Kollateralschaden hingenommen.

Die mit der Erkrankung einhergehenden gesundheitlichen Belastungen, familiären Krisen, Erwerbsunfähigkeiten etc. wurden billigend in Kauf genommen.

 

Als die Betroffenen aufstanden, um Entschädigungszahlungen bzw. lebenslange Renten für ein menschenwürdiges Leben einzufordern, wurden sie und werden noch immer von allen Bundesregierungen, der Pharmaindustrie, der Blutprodukte-Industrie in zynischster Weise ignoriert.

 

Das von Andreas Bemeleit gegründete

Netzwerk Robin Blood

informierte die Betroffenen ausführlich über die neuesten Entwicklungen. Er setzte sich mit seiner ganzen Kraft für die Rechte auf eine lebenslange finanzielle Absicherung zum Überleben für die Betroffenen ein. Die wurde zumindest für die mit HI-Viren-Infizierten durchgesetzt - ein wichtiger Meilenstein.

 

Nach jahrzehntelangem Einsatz fordert die schlechte Gesundheit - infolge der Hepatitis - ihren Tribut und Andreas Bemeleit muss seine Netzwerkarbeit beenden.

 

Wieviele der durch verseuchte Präparate infizierten Hepatits-Erkrankte noch leben, ist nicht bekannt.

 

Vor zwei Jahren hat sich der Verband der Opfer des Blutskandals VOB e.V. Noch leben gegründet. Er kämpft für die Entschädigung der mit Hepatitisviren infizierten Hämophilen sowie die Teilhabe und Mitsprache der Geschädigten in der für sie zuständigen Stiftung „HIV-Hilfefond“.

 

Die Mitglieder dieses Vereins - darunter auch Andreas Bemeleit - freuen sich über Eure Unterstützung.